Erwerbs- und Einkommensverläufe in Österreich. Ein Vergleich der Entwicklung von vier Geburtsjahrgängen seit den 1970er-Jahren (Employment and Income Careers in Austria. A Comparison of the Development of Four Birth Cohorts Since the 1970s)
Monographien, August 2021, 116 Seiten
Auftraggeber: Kammer für Arbeiter und Angestellte für Wien
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Online seit: 12.11.2021 0:00
 
In der vorliegenden Studie wurden die Erwerbskarrieren von vier Geburtsjahrgängen im Abstand von jeweils 10 Jahren, für die aus den Daten des Dachverbands der Sozialversicherungsträger wesentliche Teile der Erwerbskarrieren ab dem potentiellen Arbeitsmarkteintritt mit 15 Jahren verfügbar sind, verglichen: die Geburtsjahrgänge 1958, 1968, 1978 und 1988. Dabei zeigt sich u. a., dass durch die Höherqualifizierung die Erwerbseinstiegsphase später stattfindet. Geringqualifizierten fällt die Erwerbsintegration mit sinkenden Erwerbstätigenzeiten und steigenden Arbeitslosigkeitszeiten zunehmend schwerer. Der Anteil an Personen mit einem stabilen Erwerbverlauf hat bei Männern leicht und bei Frauen deutlich zugenommen. Ein stabiler Erwerbsverlauf im Haupterwerbsalter spiegelt sich bereits in höheren Erwerbstätigenzeiten und geringeren Arbeitslosigkeitszeiten bis zum Alter von 30 Jahren wider. Die erzielten (ausbildungs- und altersspezifischen) Erwerbseinkommen sinken jedoch im Generationenvergleich: Jüngere Jahrgänge verdienen tendenziell weniger als ältere Jahrgänge.
Forschungsbereich:Arbeitsmarkt, Einkommen und soziale Sicherheit
Sprache:Deutsch

Employment and Income Careers in Austria. A Comparison of the Development of Four Birth Cohorts Since the 1970s
In the present study, the employment careers of four birth cohorts were compared at intervals of 10 years each, for which substantial parts of the employment careers from the potential labour market entry at age 15 are available from the data of the Federation of Social Insurances (Dachverband der Sozialversicherungsträger): the 1958, 1968, 1978 and 1988 birth cohorts. In this context, it is evident that higher qualifications result in a later entry into the labour market. It is increasingly difficult for low-skilled workers to integrate into the labour force as their periods of employment decline and their periods of unemployment increase. The share of persons with a stable employment history has increased slightly for men and significantly for women. A stable employment history in the prime working age is already reflected in higher employment periods and lower unemployment periods up to the age of 30. However, the earned incomes (specific to education and age) decline in a generational comparison: younger cohorts tend to earn less than older cohorts.