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WIFO publications: Thomas Url (229 hits)

Die gesamtwirtschaftliche Bedeutung der österreichischen Versicherungswirtschaft (The Macroeconomic Impact of the Austrian Insurance Industry)
Monographs, October 2022, 62 pages
Commissioned by: Austrian Insurance Association
Study by: Austrian Institute of Economic Research
Online since: 14.11.2022 0:00
 
Versicherungen sind ein einfaches und effizientes Instrument zum Ausgleich finanzieller Schäden bei Eintritt vorab definierter Ereignisse. Die direkte Wirkung von Versicherungen auf den Nutzen der Versicherten besteht in der Vermeidung hoher finanzieller Belastungen durch den Schadenausgleich innerhalb der Versichertengemeinschaft. Damit werden starke Schwankungen im Konsumniveau der privaten Haushalte bzw. in der Produktionskapazität von Unternehmen verhindert. Aus einer gesamtwirtschaftlichen Sicht ermöglichen Versicherungsverträge ein größeres Maß an Arbeitsteilung und wirken damit produktivitätssteigernd. Weitere indirekte Effekte von Versicherungen entstehen durch Anreize für ein effizientes Risikomanagement und die damit verbundenen Maßnahmen zur Schadenvermeidung und zur Verringerung der potentiellen Schadensumme. Die Nachfrage an privaten Versicherungen ist stark mit staatlichen Absicherungssystemen verbunden. Im internationalen Vergleich wird das Angebot der Schaden-Unfallversicherungen in Österreich umfangreich genutzt, während die Lebensversicherung unterdurchschnittlich stark nachgefragt wird.
Schadenversicherungen deckten 2021 hohe Schäden aus Naturkatastrophen (Property-casualty Insurance Covered High Losses from Natural Disasters in 2021)
WIFO-Monatsberichte, 2022, 95(9), pp.573-584
Online since: 17.10.2022 0:00
 
Die österreichische Privatversicherungswirtschaft konnte 2021 das Prämienvolumen um 3,1% steigern. Besonders günstig entwickelten sich die Prämieneinnahmen in der Schaden- und Unfallversicherung (+4,3%) und in der privaten Krankenzusatzversicherung (+3,8%). Hohe Schadenzahlungen nach einem Tornado an der österreichisch-tschechischen Grenze führten trotz rückläufiger Auszahlungen der Lebensversicherung (–9,2%) zu einer Ausweitung der Leistungen um insgesamt 3,4%. In der Schaden- und Unfallversicherung floss ein Sechstel der Leistungen in die Kompensation von Schäden aus Naturkatastrophen. Entgegen dem internationalen Trend verschob sich das heimische Versicherungsgeschäft 2021 weiter von der Lebens- zur Krankenversicherung sowie zur Schaden- und Unfallversicherung. Angesichts des Niedrigzinsumfelds erzielte Österreichs Versicherungswirtschaft ein gutes Veranlagungsergebnis.
Frühzeitiges Monitoring der Ziele für eine nachhaltige und inklusive Entwicklung in Österreich. Bewertung der Entwicklung von SDG 8 auf Basis der WIFO-Konjunkturprognose und Nowcasts (Early Monitoring of the Sustainable and Inclusive Development Goals in Austria. Assessment of the SDG 8 Development on the Basis of the WIFO Economic Outlook and Nowcasts)
WIFO Research Briefs, 2022, (17), 12 pages
Supported by: Anniversary Fund of the Oesterreichische Nationalbank
Online since: 12.07.2022 9:00
Die Agenda 2030 der Vereinten Nationen strebt mit den darin formulierten 17 Zielen (Sustainable Development Goals – SDG) nach einer globalen nachhaltigen Entwicklung auf ökonomischer, sozialer sowie ökologischer Ebene. Eurostat misst und evaluiert in einem Monitoring jährlich die Zielerreichung anhand von Indikatoren. Aufbauend auf dem aktuellen Bericht von Eurostat untersucht dieser Research Brief die Entwicklung von SDG 8 für Österreich. Auf Basis der WIFO-Konjunkturprognose vom Juni 2022 und von neu entwickelten Nowcast-Modellen trifft dieser Beitrag eine erste Einschätzung der Zielerreichung für das Jahr 2022. Der überwiegende Teil der wirtschaftlichen Indikatoren in SDG 8 entwickelt sich, im Zuge der Erholung vom COVID-19-bedingten Einbruch, in Richtung Zielerreichung. Auch im Bereich des Rohstoffverbrauchs ist ein Fortschritt zu erwarten. Die geschlechtsspezifischen Unterschiede in der Nichterwerbstätigkeit durch familiäre Pflegeverpflichtungen werden sich jedoch 2022 weiter vom Ziel entfernen.
Die Auswirkung einer längeren Erwerbskarriere auf das Pensionseinkommen (The Effect of a Longer Working Career on Retirement Income)
Monographs, April 2022, 52 pages
Commissioned by: Aktion Generationengerechtigkeit
Study by: Austrian Institute of Economic Research
Online since: 28.11.2022 9:00
 
Im österreichischen Pensionsrecht gibt das Regelpensionsalter von 65 Jahren einen Normwert für den Pensionsantritt vor, bei dem eine Pensionshöhe von 80% des durchschnittlichen Erwerbseinkommens erreicht wird. Gleichzeitig bietet die Korridorpension die Möglichkeit zur individuellen Wahl des Pensionsantrittszeitpunktes zwischen dem 62. und dem 68. Lebensjahr. Dabei wurden Anreize für den späteren Pensionsantritt in Form von Abschlägen für den früheren und Zuschlägen für den späteren Übertritt in den Ruhestand eingeführt. Zusätzlich steigern reduzierte Sozialversicherungsbeiträge in diesem Zeitfenster das Nettoeinkommen älterer Erwerbstätiger. Diese Studie präsentiert die Auswirkung unterschiedlicher Pensionsantrittszeitpunkte innerhalb der Korridorpension auf die Höhe der individuellen Erstpension und das Lebenseinkommen für einige Modellkarrieren, beide Geschlechter und sieben Berufsgruppen. Weiters werden die Auswirkungen des späteren Pensionsantrittes auf den öffentlichen Haushalt berechnet.
Hohe Liquiditätszufuhr im Kreditwesen 2021 nur teilweise durch lebhafte Kreditnachfrage absorbiert (Buoyant Credit Demand Could Only Partially Absorb High Liquidity Supply in the Banking Sector in 2021)
WIFO-Monatsberichte, 2022, 95(4), pp.263-274
Online since: 09.05.2022 0:00
 
Die Zentralbanken setzten 2021 ihren expansiven geldpolitischen Kurs unvermindert fort. Die hohe Versorgung des Kreditwesens mit Liquidität führte zwar zu einer deutlichen Ausweitung der Kredite an nichtfinanzielle Unternehmen und der Wohnbaudarlehen an private Haushalte; trotzdem bauten die österreichischen Kreditinstitute bis zum Jahresende Überschussreserven im System der Europäischen Zentralbanken im Ausmaß von 125 Mrd. € auf. Gleichzeitig veranlasste die hohe Dynamik in der Neuvergabe von Wohnbaudarlehen das Finanzmarktstabilitätsgremium zur Vorgabe makroprudenzieller Kriterien. Die österreichische Kreditwirtschaft konnte in diesem Umfeld die Refinanzierungskosten deutlich senken und damit das Nettozinsergebnis steigern. Der kräftige Anstieg der Börsenkurse beflügelte auch die Provisionserträge, sodass sich die Ertragslage insgesamt verbesserte. Die Notenbank der USA bereitete den Finanzmarkt im Zuge ihrer Forward Guidance auf eine geldpolitische Wende vor; dementsprechend wertete der Euro im Jahresverlauf 2021 gegenüber dem Dollar ab.
Empirica, 2022, 49, pp.313-345, https://doi.org/10.1007/s10663-022-09533-0
Supported by: Anniversary Fund of the Oesterreichische Nationalbank
WIFO Research Briefs, 2022, (3), 13 pages
Online since: 25.02.2022 17:00
Während Russland hinsichtlich seiner wirtschaftlichen Größe für Österreich und die EU nur von geringer Bedeutung ist, zeigen sich auf der Importseite Abhängigkeiten, weil vor allem Gasimporte aus Russland nicht kurzfristig durch Importe aus alternativen Bezugsquellen ersetzt werden können. Daher wird die Eskalation des Russland-Ukraine-Konfliktes die Wirtschaft im Euro-Raum vor allem über höhere Energiepreise, aber auch höhere Lebensmittelpreise, treffen. Im Jänner 2022 leisteten die Energiepreise einen Beitrag von rund 35% zur österreichischen Inflationsrate. Käme es zu einer längeren Unterbrechung von Gaslieferungen ohne einen schnellen Aufbau von Alternativquellen, würden sich spätestens im Spätherbst Knappheiten erwarten lassen, die Auswirkungen auf die Chemie-, Düngemittel-, Pharma- und Kunststoffindustrie haben könnten. Die Risiken sind also erheblich, bis hin zu deutlichen Bremsspuren in der konjunkturellen Entwicklung. Österreichische Banken haben im internationalen Vergleich hohe Kreditforderungen an russische Kundinnen und Kunden. Das Land liegt hinsichtlich der ausstehenden Beträge an dritter Stelle. Bezogen auf das Bruttoinlandsprodukt ist Österreich mit Abstand am stärksten unter allen westlichen Ländern betroffen. Systemische Risiken entstehen aber aus der Russlandkrise für das heimische Bankensystem insgesamt eher nicht. Nur 4% der Auslandsforderungen österreichischer Banken sind mit Russland verbucht.
The WIFO radar of competitiveness measures the performance of Austria using 24 selected indicators related to economic, social and ecological goals: taking the average across all indicators, Austria has improved somewhat relative to the previous year's ranks and is now directly behind the top third of the European countries compared. Austria achieves high percentile ranks in terms of per capita income, regional distribution and foreign trade. In the dimensions "social living conditions" and "use of natural resources", however, it is only in the European midfield.
WIFO-Monatsberichte, 2021, 94(12), pp.869-881
Online since: 22.12.2021 0:00
 
Das WIFO-Radar der Wettbewerbsfähigkeit erfasst die Leistungsfähigkeit des Standortes Österreich unter Berücksichtigung wirtschaftlicher, sozialer und ökologischer Zielgrößen. Im Durchschnitt über 24 Indikatoren konnte Österreich seine relative Position gegenüber dem Vorjahr etwas verbessern und lag zuletzt unmittelbar hinter dem oberen Drittel der europäischen Vergleichsländer. Hohe Prozentränge erzielt Österreich in Bezug auf die Pro-Kopf-Einkommen, die regionale Verteilung und den Außenhandel. In den Dimensionen "soziale Lebensverhältnisse" und "Einsatz natürlicher Ressourcen" liegt Österreich dagegen nur im europäischen Mittelfeld.
Privatversicherungswirtschaft bewies in der COVID-19-Krise Leistungsfähigkeit (Private Insurance Industry Proved Its Claims Management Capacity in the COVID-19 Crisis)
WIFO-Monatsberichte, 2021, 94(9), pp.637-649
Online since: 06.10.2021 0:00
 
Die österreichische Privatversicherungswirtschaft erreichte trotz widriger Umstände im COVID-19-Krisenjahr 2020 einen leichten Prämienzuwachs (+1,4%). Angesichts eines Anstiegs der Aufwendungen für Versicherungsfälle um 3,9% bewies sie auch in einem schwierigen Umfeld ihre Fähigkeit zur Schadenabwicklung. Das Versicherungsgeschäft verschob sich 2020 weiter von der Lebensversicherung zur Krankenversicherung sowie zur Schaden- und Unfallversicherung. Die Entwicklung am österreichischen Versicherungsmarkt entsprach damit in abgeschwächter Form der allgemeinen Dynamik im Europäischen Wirtschaftsraum. Die expansive Geldpolitik im Gefolge der staatlichen Hilfsprogramme zur Liquiditätssicherung in Unternehmen und zur Stützung der Haushaltseinkommen schlug sich 2020 merklich im Veranlagungsergebnis der Versicherer nieder.
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Tamara Fellinger

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