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Further publications: Gunther Tichy (124 hits)

Wirtschaftsdienst, 2019, 99, (3), pp.203-220
Die lockere Geldpolitik der EZB wird von vielen dafür kritisiert, dass sie den Sparern schade. Die Evidenz spricht aber dafür, dass die EZB-Politik zwar die Tendenz zu niedrigen Zinsätzen verstärkt haben mag. Grundsätzlich sind die niedrigen Zinssätze aber durch den weltweiten Kapitalüberschuss verursacht. Dieser wiederum ist entstanden, weil Realinvestitionen in der EU im Vergleich zum Kapitalangebot zu niedrig sind und verunsichernde weltwirtschaftliche Verwerfungen zu niedrigeren Wachstumsraten führen, weil Staatsdefizite abgebaut werden und weil eine zunehmend ungleiche Einkommens- und Vermögensverteilung zu höheren Ersparnissen führt.
Internationale Vergleiche lassen erkennen, dass die Österreicher zunehmend pessimistisch geworden sind, besonders markant in den letzten Jahren. Die meisten Themen werden hierzulande deutlich negativer eingeschätzt als in vergleichbaren Ländern, und das Vertrauen sinkt. Einfache Erklärungen wie die Flüchtlingskrise oder die Stagnation der letzten Jahre können zwar die jüngste Verschärfung der Einstellungen erklären, nicht aber das Problem selbst, das schon zuvor beobachtet werden konnte. Die Erklärung wird überdies dadurch erschwert, dass Pessimismus und Vertrauensverlust in merkwürdigem Gegensatz zur steigenden Lebenszufriedenheit der Österreicher und ihrer günstigen Einschätzung der jeweils persönlichen beruflichen und finanziellen Lage stehen.
in: Harald Hagemann, Jürgen Kromphardt, Keynes, Schumpeter und die Zukunft der entwickelten kapitalistischen Volkswirtschaften
Book chapters, contributions to collected volumes, Metropolis-Verlag, Marburg, 2016, pp.33-68
In den meisten wohlhabenden Industriegesellschaften übersteigen die Ersparnisse derzeit deren Verwendungsmöglichkeit. Unternehmen wie Staat tendieren dazu, Schulden abzubauen, und die Anlagemöglichkeiten im Ausland sind beschränkt; daraus resultieren rezessive Tendenzen. Es gibt wenig Anzeichen für eine Trendwende. Sofern es nicht gelingt, die Konsum- und Investitionsneigung zu erhöhen, sollte der Staat die Investitionen in die materielle und vor allem immaterielle Infrastruktur ausweiten, um den Sparüberschuss sinnvoll zu nutzen.
Intervention – Journal of Economics, 2014, 11, (3), pp.333-348, http://dx.doi.org/10.4337/ejeep.2014.03.07
Online since: 27.07.2015 12:22
in: Peter Hilpold, Walter Steinmair (Eds.), Neue europäische Finanzarchitektur. Die Reform der WWU
Book chapters, contributions to collected volumes, Springer, Heidelberg, January 2014, pp.223-247
Online since: 22.04.2015 14:44
Intereconomics – Review of European Economic Policy, 2013, 48, (2), pp.106-115, http://dx.doi.org/10.1007/s10272-013-0451-1
Online since: 18.08.2015 22:13
Books, Vienna, January 2012, 128 pages
Online since: 15.10.2015 17:23
in: Markus Marterbauer, Christine Mayrhuber (Eds.), Entwürfe für die Zukunft von Wirtschafts- und Sozialpolitik
Book chapters, contributions to collected volumes, Wien, January 2009, pp.101-105
Editors: Federal Chamber of Labour
Online since: 28.10.2015 15:50
Online since: 10.11.2015 11:57
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